Wer soll das bezahlen? Heirat - Trennung - Scheidu
Beitrag von Dr.Mathias Knoll
„Wenn man eine Scheidung nicht bezahlen kann, sollte man nicht heiraten…!“ Diese Einstellung meines Vaters war gar nicht so falsch...,“ sagte Manfred. „...aber, das war die Meinung meiner Mutter: Vielleicht ist der Wahnsinn aller Dinge die Liebe? In diesem Punkt allerdings musste ich auch ihr zustimmen. Vielleicht haben die Kleriker Recht, die immer wieder behaupten die Liebe Gottes habe die Welt verlassen. Vielleicht aber war Gott auch nur verrückt. Obwohl, ich stehe auf dem Standpunkt: Selbst, wenn man sich streitet, lernt man immer etwas dazu. Das heißt, wenn man etwas dazulernen will…
So oder so, sind manche Ehepaare nur noch die Karikatur eines Paares.
Kurz, zu einer stabilen Ehe gehören zwei stabile Menschen.
Wer aber in die Ehe geht und glaubt, den anderen ändern zu können, liegt falsch. Wer aber in die Ehe geht wie in den Krieg, dem ist auch nicht zu helfen. Selbst dann nicht, wenn die Ehefrau die „richtige“ Kleidung trägt, nur weil man selbst dazu den passenden Beruf hat.
Wer aber das Glück sucht, das es nur im Kino oder in der Oper gibt, kann sich auf seine Bequemlichkeit nicht mehr verlassen. Es sei denn, er hat nicht aus Bequemlichkeit geheiratet. So oder so sollte jeder die Schlüsselgewalt über die Wohnung behalten, “ lächelte Manfred. „ Ich weiß, wovon ich rede... Dabei hatten wir einen sehr schönen Hochzeitstag. Und vielleicht glaubten wir sogar an die „heile“ Welt?!
Aber statistisch gesehen werden die Hochzeiten immer pompöser, je mehr Scheidungen es gibt. Oft denke ich, unsere Ehe hielt nur so lange, weil wir uns ständig stritten. Da verliert man irgendwann die Kraft zum Seitensprung…“
Über mich: Dr. Mathias Knoll. Lebe als Hausarzt im Sauerland. Zahlreiche Veröffentlichungen u.a. FAZ, Neue Züricher Zeitung, Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt etc.
Betreibe gemeinsam mit Gerd Pater und Günter Preikschas das Kulturportal http://www.medeasy.de .
Kommentar
Die Trennung
„Ja“, sagte er.
„Ja“, sagte sie.
Ein Bund fürs Leben,
bis dass der Tod euch scheidet.
Genug gelitten!
Warten auf den Tod?
Nein, ich will wieder leben.
Lebwohl, ich werde es!
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